Basis-Qualitätskriterien (BQK)

Grundlage der Qualitätssicherung ist die überprüfbare Einhaltung konkreter Qualitätskriterien. Ihre Einhaltung wird durch jährlich stattfindende Interne Audits überprüft. Dabei steht zunächst die Umsetzung der Qualitätskriterien in die Praxis im Vordergrund. Im Hintergrund geht es aber darum, auf der Grundlage der Auditergebnisse die Qualität der Arbeit in den beteiligten Kinderkrankenpflegediensten fortlaufend weiter zu steigern.

  • 01. Einarbeitung neuer Mitarbeiter/innen

    Die Mitglieder der QG arbeiten mit examinierten Kinderkrankenpflegefachkräften. Die MA repräsentieren den Kinderkrankenpflegedienst und stehen für seine Qualität. Eine effiziente Einarbeitung neuer MA in die Struktur des Dienstes, seine Arbeitsbereiche, die MA-Gruppen, die Bezugspflege und das betriebliche Qualitätsmanagement fördert Motivation und Engagement und vermittelt die nötigen Kenntnisse zur Qualitätsarbeit des Kinderkrankenpflegedienstes. Dies wirkt sich positiv auf die Arbeit im Haushalt aus.

  • 02. Fortbildungsplan

    Zur Umsetzung der vereinbarten QK werden alle Produktivkräfte des Dienstes regelmäßig durch zielgerichtete Fort- und Weiterbildung geschult. Dabei geht es neben der ständigen Erneuerung des Wissenstandes zu aktuellen Erkenntnissen auch um die individuellen Bedürfnisse der Patienten. Es geht auch darum, die qualifizierten MA mit ihren speziellen Fähigkeiten und Qualifikationen langfristig an den Dienst zu binden, dadurch eine hohe Personalkontinuität zu erreichen und damit die Qualität der Arbeit zu sichern.

  • 03. Arbeit mit Pflegeteams nach dem Konzept der Bezugspflege

    Unter Bezugspflege verstehen wir einen kontinuierlichen Prozess zwischen Patient, Angehörigen und der verantwortlichen Bezugspflegefachkraft. Der Prozess basiert auf einem systematischen und fachkompetenten Vorgehen in einem professionellen Team innerhalb dessen der Patient und seine Familie mit seinen Wünschen, Bedürfnissen, Gewohnheiten und Ressourcen stets im Mittelpunkt steht.

  • 04. Arbeit mit Expertenstandards der Qualitätsgemeinschaft nach DNQP

    Die Organisation unserer Pflege in (regionalen / familienbezogenen) Pflegeteams sichert die personelle Kontinuität im Betreuungsprozess, optimiert intern die Abläufe und extern die Zusammenarbeit in der Region. Die Arbeit mit (regionalen / familienbezogenen) Pflegeteams macht den Dienst leistungsfähiger und flexibler. Sie ist eine Antwort auf die steigende Nachfrage nach umfassenden qualitativen Betreuungs- und Pflegeangeboten und auf die fachliche Forderung nach wohnortnahen, integrierten und pflegerischen Versorgungsformen.

  • 05. Umgang mit Pflegedokumentation

    Gesetzliche Vorgaben zur Qualitätssicherung (u.a. SGB XI, PQsG) fordern die lückenlose Dokumentation aller pflegerischen Aktivitäten. Dies geschieht durch die Pflegedokumentation. Sie ist Nachweis der korrekten Umsetzung aller geplanten Maßnahmen auf Grundlage eines anerkannten Pflegemodells und sichert den kontinuierlichen und zeitnahen Informationsaustausch zwischen allen an der Pflege beteiligten Personen und Institutionen. Jeder Dienst der QG verwendet sein eigenes spezielles Dokumentationssystem. Pflegedokumentation und Leistungsnachweis sind stets so geführt, dass sie jederzeit die Quantität und Qualität der Arbeit belegen.

  • 06. Erstbesuch

    Der Erstbesuch schafft die Grundlage für eine fachlich gesicherte Pflege in der Häuslichkeit. Er dient dem Kennen lernen von Kinderkrankenpflegedienst, Patient und dessen engsten Betreuungspersonen. Er wird zur Herausarbeitung des individuellen Pflege- und Unterstützungsbedarfes genutzt. Durchgeführt wird der Erstbesuch stets durch die Pflegedienstleitung oder im Einzelfall durch eine mit dieser Aufgabe betrauten Fachkraft.

  • 07. Pflegevisite

    Pflegevisiten sind ein Instrument der internen Qualitätssicherung und Ergebniskontrolle. Sie finden stets in einem festgelegten Rhythmus statt. Neben der Überprüfung der Pflegesituation dienen sie der Beurteilung der Angemessenheit der gegenwärtigen und Gestaltung der künftigen Pflege. Pflegevisiten ermöglichen zudem die Überprüfung der Patientenzufriedenheit sowie der Erörterung von Stärken und Schwächen unserer Kinderkrankenpflegefachkräfte.

  • 08. Beschwerdemanagement

    Systematisches Beschwerdemanagement ist als Teil des Qualitätsmanagements für eine patienten- und kundenorientierte Unternehmensstrategie wichtig. Der konstruktive Umgang mit Beschwerden bietet die Möglichkeit zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Leistungen sowie der Optimierung der Leistungserbringung. Eine zeitnahe sowie patienten- und kundenorientierte Bearbeitung von Beschwerden verbessert die Chance, Patienten und Kunden zufrieden zu stellen und Unzufriedenheit zu beheben.

  • 09. (Telefonische) Erreichbarkeit

    Für Patienten, Kooperationspartner und MA steht rund um die Uhr persönlich eine Ansprechperson zur Verfügung. Verlässliche Erreichbarkeit optimiert die Pflege und Versorgung der Patienten und verbessert die Kommunikation zwischen den Beteiligten. Verlässliche Erreichbarkeit unterstützt die professionelle Darstellung nach außen. 10. Schriftliche Pflegeverträge

  • 10. Schriftliche Pflegeverträge

    Pflegeverträge dienen der Dokumentation der vereinbarten Leistungen und der entsprechenden Rechte und Pflichten der Vertragspartner (vgl. SGB V, SGB XI, dazugehörige Rahmenverträge sowie Regelungen im BGB). Jeder in der QG zusammengeschlossene Kinderkrankenpflegedienste schließt mit allen Patienten schriftliche Pflegeverträge ab. In ihnen sind Inhalt, Art und Umfang der Leistungen auf der Grundlage der Leistungskataloge und der Pflegekostenberechnung vereinbart. Die Pflegeverträge sind immer am Bedarf und den Bedürfnissen des Patienten orientiert.