Schirmherr

Schirmherr der Qualitätsgemeinschaft Häusliche Kinderkrankenpflege Niedersachsen e. V.

Bernd Busemann
Präsident des 17. Niedersächsischen Landtages

Grußwort des
Präsidenten des Niedersächsischen Landtages
Bernd Busemann MdL

zum Benefizkonzert der Qualitätsgemeinschaft Häusliche Kinderkrankenpflege
am 17. Juli 2015 um 19:00 Uhr
in der Freien Martinsschule in Laatzen

Zum Benefizkonzert der Qualitätsgemeinschaft Häusliche Kinderkrankenpflege begrüße ich Sie sehr herzlich. Einige unter Ihnen mögen sich fragen: „Warum eröffnet der Präsident des Niedersächsischen Landtages diese Veranstaltung mit einem Grußwort?“

Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen verbirgt sich hinter dem langen Vereinsnamen ein Anliegen, das in einer solidarischen Gesellschaft jeden angeht: Schwerkranke Kinder haben ein Anrecht darauf, erstklassige Behandlung und Betreuung zu erhalten.

Dieses Anrecht haben zwar alle schwerkranken Menschen. Doch Kinder verdienen in jeder Hinsicht unsere besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge. Erst Recht gilt das für schwer kranke Kinder.

Sie und ihre Angehörigen können mit den ihnen auferlegten Prüfungen in den meisten Fällen besser zurechtkommen, wenn sie die Möglichkeit bekommen, zu Hause gepflegt zu werden. So können sie weiter am Alltag ihrer Familien teilhaben und bleiben für ihre Eltern und Geschwister Teil der täglichen Normalität. Eine stationäre Pflege wird Vergleichbares nie bieten können.

Die Qualitätsgemeinschaft Häusliche Kinderkrankenpflege geht zum anderen auf eine einstimmige Entschließung des Niedersächsischen Landtages aus dem Jahr 2001 zurück.

Damals haben alle Fraktionen sich einem Antrag angeschlossen, der forderte, (Zitat) „die flächendeckende Versorgung und Betreuung schwerstkranker Kinder sicher[zu]stellen“ (Zitatende).

In der Folge schlossen sich die damals bestehenden Pflegedienste zur Qualitätsgemeinschaft zusammen. Seitdem gewährleisten sie hohe Maßstäbe in der ambulanten Kinderkrankenpflege.

Für mich sind der Verein und seine Entstehungsgeschichte ein herausragendes Beispiel für das erfolgreiche Zusammenwirken von Parlament und Zivilgesellschaft, in diesem Fall in Form eines berufsständischen Vereins.

Eine parlamentarische Initiative über Fraktionsgrenzen hinweg hat den Anstoß gegeben und die Rahmenbedingungen definiert. Ausgeführt und mit Leben erfüllt wurde und wird die Idee aber nicht von Ministerialschreibtischen aus. Sie wird getragen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pflegedienste, die tatsächlich und tätig mit den schwerkranken Kindern umgehen und für sie Verantwortung übernehmen.

Das sind die beiden Gründe, die mich keinen Augenblick haben zögern lassen, die Schirmherrschaft über den Verein zu übernehmen: Weil ich vom Anliegen des Vereins zutiefst überzeugt bin und weil ich mich über das gute Zusammenwirken von Volksvertretung und Bürgergesellschaft freue!

Das intensive bürgerschaftliche Engagement der Vereinsmitglieder und ihres Vorstandes zeigt sich auch in der Organisation des Benefizkonzertes, auf das wir uns jetzt freuen. Die Vereinsvorsitzende Regina Sugint bringt dafür auch ihr musikalisches Können ein.

Das ganze Vereinsleben zeigt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegedienste die häusliche Kinderkrankenpflege nicht einfach als Beruf wie jeden anderen empfinden. Sie ist für Sie durchaus eine Berufung.

Mit Ihrem Dienst am Wohl der schwerkranken Kinder leisten Sie der ganzen Gesellschaft einen kaum zu überschätzenden Dienst, der weit über eine gewöhnliche Dienstleistung hinausgeht, die man mit Geld bezahlen kann.

Daran sollten wir uns gelegentlich erinnern, wenn es darum geht, den Pflegeberufen angemessene Gehälter zuzubilligen. Ein Benefizkonzert wie das heutige hier in der Freien Martinsschule kann zu dieser Bewusstseinsbildung sicher einen Teil beitragen.

Ihnen allen herzlichen Dank dafür!